Ich stehe in meiner Arbeit vor einer riesigen Entscheidung: Soll ich mich neu bewerben oder nicht? Meine Chefin ist an Demenz erkrankt. Weil sie nun eine Rund-um-die-Uhr-Vollzeitkraft benötigt, werde ich an meiner bisherigen Stelle überflüssig. Es tut weh, und die Existenzangst klopfte an. Doch tief in mir hatte ich immer dieses Gefühl, dass ich vertrauen muss. Also traf ich eine Entscheidung: Ich übergab die gesamte Situation ganz an Gott. Ich wollte die Kontrolle loslassen, weil ich aber eine klare Richtung brauche, machte ich im Gebet eine feste Vereinbarung mit Gott.

Ich setzte ihm eine Deadline: Am Sonntag möchte ich eine klare Entscheidung von dir. Klar, deutlich und für mich absolut verständlich ausgedrückt, was ich tun soll.

Am Pfingstsonntag kann, als ich im Gebet war eine Klosterschwester ganz gezielt auf mich zu, sie sprach mich an und fragte mich direkt nach meinen Sorgen.
Wir gingen nach draußen.
Ich schilderte ihr meine Situation. Ihre Antwort war die direkte, glasklare Botschaft Gottes an mich:
Sie erklärte mir, dass ich das Vertrauen anders auffassen muss. Vertrauen bedeutet in meinem Fall nicht, passiv abzuwarten. Sie sagte: ‚Du musst dich aktiv bewerben – und darauf vertrauen, dass Gott den richtigen Platz für dich bereits ausgesucht hat.
„In diesem Moment wusste ich: Gott hat meine Deadline auf die Stunde genau eingehalten. Er hat mir genau die klare, unmissverständliche Antwort gegeben, um die ich gebeten hatte. Ich schreibe jetzt meine Bewerbungen.
Im festen Glauben und Vertrauen darauf, dass der Weg bereits geebnet ist und Gott mich genau an den Ort führt, den er schon längst für mich vorbereitet hat.“

Elisabeth